Alf Dinglinger – Psychotherapeutische Praxis in Wuppertal-Barmen Je nach Anliegen führt der Weg hier früh in zwei unterschiedliche Richtungen: spezifische Traumatherapie für Patientinnen und Patienten oder spezifische EMDR-Supervision und Selbsterfahrung für Fachkolleginnen und Fachkollegen.
Für Patientinnen und Patienten
Spezielle Psychotraumatherapie mit EMDR
Behandlung ausschließlich für Erwachsene auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Leitlinien, mit EMDR als zentrales therapeutisches Verfahren
Für Kolleginnen und Kollegen: EMDR-Supervision und Selbsterfahrung
Ein eigener Schwerpunkt der Praxis ist die EMDR-Supervision und Selbsterfahrung für Fachkolleginnen und Fachkollegen. Dieses Angebot richtet sich ausdrücklich nicht an Patientinnen und Patienten, sondern an Fachkolleginnen und Fachkollegen im Rahmen der qualitätsgesicherten Ausbildung und Anwendung des EMDR-Verfahrens.
Im Mittelpunkt stehen dabei
Überprüfung der Indikationsstellung für EMDR
Einübung und Vertiefung relevanter EMDR-Techniken
Behandlungsplanung
fallbezogene EMDR-Reflexion
Selbsterfahrung mit EMDR
Es handelt sich ausdrücklich nicht um allgemeine psychotherapeutische Supervision, sondern um fallbezogene Supervision zur qualitätsgesicherten Anwendung des EMDR-Verfahrens.
Spezielle Psychotraumatherapie mit EMDR
Die Behandlung richtet sich an Erwachsene mit psychischen Beschwerden, die im Zusammenhang mit belastenden oder überwältigenden Lebenserfahrungen stehen können. Dazu zählen anhaltende Belastungsreaktionen nach einzelnen einschneidenden Ereignissen ebenso wie Beschwerden im Zusammenhang mit frühen, länger zurückliegenden oder wiederholten Beziehungserfahrungen.
Viele Betroffene erleben zum Beispiel:
anhaltende innere Anspannung oder Übererregung
Beziehungserfahrungen Erinnerungen oder ausgeprägtes Vermeidungsverhalten
wiederkehrende depressive oder ängstliche Symptome
Schwierigkeiten im Selbstwert und in zwischenmenschlichen Beziehungen
emotionale Instabilität oder intensive Selbstkritik
das Gefühl, von sich selbst innerlich abgeschnitten zu sein oder eigene Bedürfnisse und Gefühle nur eingeschränkt wahrnehmen zu können
Belastende oder wiederholte Beziehungserfahrungen können die Entwicklung einer stabilen Selbstwahrnehmung, Affektregulation und inneren Kohärenz nachhaltig beeinflussen. Ziel der Therapie ist es, diese Fähigkeiten differenziert und dauerhaft zu stärken.
Behandlungsrahmen der Traumatherapie
Die Behandlung setzt eine hohe Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit voraus. Erarbeitete Kompetenzen sollen im Alltag regelmäßig eingeübt und schrittweise erweitert werden.
Meine Behandlung bietet grundsätzlich Hilfe zur Selbsthilfe.
Nicht zum Leistungsangebot gehören:
Gutachten, Beglaubigungen oder Attestierungen
akute Suchterkrankungen
forensische Fragestellungen
Gruppen- oder Paartherapien
Bitte prüfen Sie vor einer Kontaktaufnahme, ob das hier beschriebene Behandlungsangebot zu Ihrem Anliegen passt.
Ablauf der Traumatherapie
Die traumatherapeutische Behandlung orientiert sich an drei aufeinander aufbauenden Schritten:
1. Stabilisieren
Zu Beginn werden vorhandene innere und äußere Ressourcen gezielt aktiviert und erweitert. Dazu gehören Fähigkeiten zur Selbstberuhigung, zur differenzierten Wahrnehmung innerer Zustände, zur Emotionsregulation sowie zur bewussten Distanzierung von überwältigenden Belastungszuständen.
Ein zentraler Bestandteil ist das Verständnis der neurobiologischen Grundlagen traumabezogener Beschwerden. Viele Symptome sind Ausdruck einer traumafolgebedingten Dysregulation zentraler Stress- und Alarmsysteme. Nicht die Person ist das Problem, sondern eine überaktivierte Alarmreaktion des Nervensystems.
Ziel der Stabilisierung ist es, eine tragfähige innere Sicherheit zu entwickeln, um zeitnah in die gezielte Verarbeitung belastender Erinnerungen übergehen zu können.
2. Verarbeiten
Im Zentrum der Behandlung steht die traumafokussierte Psychotherapie mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) als zentralem therapeutischem Verfahren. EMDR ist ein international anerkanntes, evidenzbasiertes Verfahren zur strukturierten Verarbeitung belastender Erinnerungen.
Die Methode ermöglicht die kontrollierte Aktivierung traumatischer Gedächtnisinhalte bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung emotionaler Stabilität. So kann sich die emotionale Überladung der Erinnerung reduzieren und eine biografische Einordnung möglich werden.
3. Integrieren
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Entwicklung von Selbststeuerungs- und Beziehungskompetenzen. Dazu gehören unter anderem:
eigene Bedürfnisse klarer wahrnehmen, emotionale Zustände differenzierter einordnen und regulieren lernen, persönliche Grenzen bewusster erkennen und vertreten, Beziehungsmuster verstehen und aktiv gestalten. Ziel ist eine stabile innere Orientierung und zunehmende Selbstwirksamkeit – im Sinne einer nachhaltigen Hilfe zur Selbsthilfe.
Über mich
Ich bin Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut mit Fachkunde Verhaltenstherapie. Seit 2011 liegt mein fachlicher Schwerpunkt in der Psychotraumatologie und in der Behandlung von Traumafolgestörungen mit EMDR.
Beruflicher Werdegang
Berufsausbildung zum Forstwirt
Studium der Psychologie
Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten (Fachkunde Verhaltenstherapie)
Seit 2011 fachliche Vertiefung in Psychotraumatologie und EMDR
2016 Zertifizierung als EMDR-Therapeut
2021 Zertifizierung als EMDR-Supervisor
Qualifikationen
EMDR-Supervisor (EMDRIA)
EMDR-Therapeut (EMDRIA)
Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)
Verhaltenstherapie (APV Münster)
Diplom-Psychologe und Psychotherapeut (Approbation)
Mitgliedschaften
EMDRIA Deutschland
Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung
Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Psychotherapeutenkammer NRW
Kontakt & Terminvereinbarung
Termine erfolgen ausschließlich nach vorheriger Vereinbarung.
Gesetzliche und private Krankenkassen sowie Beihilfe und Selbstzahler.
Praxisadresse
Ferdinand-Thun-Str. 21 42289 Wuppertal-Barmen
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